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Gernrode 2014: Freudenwoche in der Mitte des Kirchenjahres

Was macht Gernrode aus? Das werden die 27 Conventualen wohl auf unterschiedliche Weise erlebt haben. Je nachdem , ob wir die 4 Novicen fragen, oder diejenigen, die gerne mal wieder dabei sind oder gar die, denen diese Woche eine Art innere Heimat bedeutet. Heimat meint Vertrautheit. Nach Heimat sehnt man sich wohl aus der Ferne.
Zu solcher Vertrautheit gehören:
• Das Leben in Clausur für 9 Tage
• Das Schweigen im Zwiegespräch mit Gott vor oder nach den Stundengebeten
• Unsere gesungenen Psalmen, Hymnen und Gebete, die uns im Laufe der Woche immer besser gelingen
• Die anrührende Schönheit der ottonischen Stiftskirche, die wir durch die Tageszeiten erleben
• Die Begegnungen, das Kennenlernen, die Gespräche untereinander
• Fröhlichkeit beim Grillabend in der Mitte der Woche
• Der Ausflug in den Zauber der Harzlandschaft- einmal -zwischen Mittag und Vesper
Soviel zur „Heimat“ – und 2014 ?
• Wir hatten eine gute Woche mit Singübungen, die Kantor Bernd Ebener in gekonnter Weise leitete. Unterstützt wurde er dabei von Ulrike Büchel, die auch die Frauenschola übernahm.
• Ein einziges Notenheft- persönlich zusammengestellt von Bernd Ebener -führte uns durch alle Stundengebete der Woche.
• Das Studium wurde täglich mit Freude erwartet. Christian Gerbers Kirchengeschichte- vorgestellt von Professor Ratzmann – wurde munter diskutiert vom Convent und mit Betrachtung des Rector Studiorum unserer heutigen Zeit gegenübergestellt.
• Der Praeses der KAA, Dr. R. Schloz, war 3 Tage mitten unter uns. Das war uns Ehre und Freude, wie es Wolfgang Irrlitz beim Abschied kommentierte.
• Celebrantin in der Messe war erstmals und auf feine Weise Dorothea Gölz-Most
• Nach der Messe beim Kaffeetrinken folgten die Dankesworte vom Praeses Chori und harsche Kritik vom Kantor zur Planung der Gernrodewoche(n), die uns nach der sonst harmonischen Woche wegen ihrer Heftigkeit befremdete!
• Wie in jedem Jahr war es uns Anliegen, die empfangene Freude diakonisch weiterzutragen ins Altenheim Hagenthal.
Zum inneren Gewinn der Woche haben wieder viele beigetragen und haben sich auf ganz eigene , unterschiedliche Weise eingebracht. Dank dafür!
• Nach bekanntem Vorbild hat Ali Beck ein Akrostichon verfasst:
Ist es nicht gut gelungen?

Akrostichisches Sonett zur 36. Sommerwoche in Gernrode

Christen sind wir und wir kommen
Regelmäßig her zum Beten
In den Harz, denn als die Frommen
Sind wir itzo angetreten.

Treffen uns hier ja so gerne
In diesem Jahre unter einem Motto
Alles, nämlich, was ich lerne,

Nimmt kein Räuber und kein Dieb.
Gero aus der Zeit von Otto
Einigt uns und ist uns lieb;
Ratzmann haben wir vernommen

Blickt auf Sachsens Beten.
Ebener hat neues Land betreten,
Rundumgut ist: Wiederkommen.

Nebenbemerkungen:
Das Studium hielt Prof. Ratzmann zu der "Historie der Kirchenceremonien in Sachsen" von Christian Gerber; Kantor Ebener hatte ein Samstagsantiphonale erstellt mit unterstrichenen Psalmtexten aus der Lutherbibel 1912 und dem Benediktinischen Antipholnale aus Münsterschwarzach. Das Antiphonale war verziert mit einem Notenbeispiel zum Motto: Omnia quae disco non aufert fur neque latro (Alles, was ich lerne, nimmt kein Dieb und kein Räuber).